Die vitale Kraft des Flow ist in allen Kulturen bekannt,
und dies seit langem. Die magischen Traditionen
sprechen von den geheimen Kräften, die durch
Rituale beschworen werden können. Die chinesi-
schen und japanischen Traditionen sprechen vom
“Chi” oder “Ki”, welches als vitale Kraft in allen
Organismen zirkuliert.
Die Aktivierungspraktiken wie “Tai Chi” oder “Chi
Gong” bieten Trainings an. Die Akupressur und
Akupunktur beruhen auf den unsichtbaren Bahnen im
Körper, sogenannten Meridianen, über die das Chi
dem Körper verfügbar wird.
Die Shaolinmönche arbeiten mit der vitalen Energie
seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. Es gelang ihnen,
höchste Spiritualität und Bewusstseinsarbeit mit der
Veränderung von Körperzuständen zu verbinden. Das
erlaubte Ihnen, die Kampftechniken des Kung-Fu zu
entwickeln nach dem Prinzip: Wie kann man ohne
Waffen stärker sein, als jemand mit Waffen?
Die indische Tradition des Yoga arbeitet mit dem
Prinzip des “Prana”, dem Lebensgeist, der überall
“sitzt” und sogar durch den Atem aufgenommen, resp.
aktiviert werden kann. Im Deutschen spricht man vom
Lebens-Odem und es gibt die Tradition
der Od-Kraft*.
Die Tibetische Tradition arbeitet mit dem AUM (om), das
jenseits von allem Intelligenz-Bewusstsein liegt. Die
griechische Tradition sprach von Pneuma, dem
belebenden Geist in allen Dingen. Die polynesische
Tradition kennt das Mana, die persönliche spirituelle Kraft,
über die starke Menschen verfügen. Die toltekische
Tradition, bekannt geworden durch Castaneda und seinen
Lehrer Don Juan Matus, spricht von Lichtfasern, die im
Menschen vibrieren. Reich arbeitete mit dem Orgon, und
die bioenergetische Tradition, ausgehend von Alexander
Lowen, nennt es “Bio-Energie”.
Damit wollen wir nicht sagen, dass alle diese Begriffe ein
und dasselbe bezeichnen. Aber sie verweisen auf etwas
sehr Grundlegendes. Der Flow-Begriff, den wir im
ressourciven* Vorgehen verwenden, bezeichnet etwas, das
tiefer liegt als die psychologischen Phänomene und sich
auf jener Ebene ansiedelt, die alle Lebensformen
ermöglichen (siehe den Reiter unserer Webseite:
Wirklichkeit als Pyramiden >>).
Alle grossen Kulturen kennen ein elementares Grundelement des Lebendigen
Das Besondere an der Arbeit mit dem vitalen Flow ist,
dass er in jedem Austausch zwischen Menschen
lokalisiert werden kann, und dass wir heute über viele
sehr günstigen Techniken und Praktiken verfügen, um auf
dieser Basis ein breites Feld von Förderlichkeit,
effizienter Achtsamkeit und Lebensintensität aktivieren zu
können. Darauf baut die Flow-Führung und die Flow-
Kommunikation auf, die sich in Betrieben und im Umgang
mit Kunden als Leadership zeigt. In Beziehungen und in
der Selbstgestaltung bringt Flow-Führung und Flow-
Kommunikation ein stolzes Miteinander.
Schliesslich ermöglicht der praktische Umgang gemäss
den Prinzipien des Flow, dass im Umgang mit den
nächsten Generationen, in Erziehung und Schulung eine
neue Souveränität entsteht, die jenseits von Autorität
und Laissez-faire liegt.
Die Flow-Praxis ist eine konkrete Anwendung von
altem daoistischen Wissen im Bereich von Pädagogik
und Kommunikation. Das Dao De Jing, das
Weisheitsbuch von Laozi, nennt den Flow das “DE”.
Das Wort “DE” wird sehr verschieden übersetzt. Es
werden Begriffe gebraucht wie “Energie” oder “Leben”,
“Sinn” oder “Tugend”. Als praxisnaher westlicher
Begriff, der alle diese Aspekte vereinen kann, erweist
sich “Flow”. Auf Deutsch lässt sich “DE” angemessen
übersetzen mit: “der grosse Schwung” der vitalen
Selbstverständlichkeit
* “Ressourciv® ” ist ein geschützter Qualitäts-Begriff
Die moderne Praxis für Führung und Kommunikation
FLOW - ein günstiger Weg in das neue, angebrochene Zeitalter
Der aktive und souveräne Umgang mit Flow ist ein
günstiges Werkzeug, um die gewaltfreie Kommu-
nikation auf das erforderte hohe Niveau der neuen
Zeit anzupassen. Für eine Welt, die den Krieg als
nicht mehr nützlich ansieht und effiziente Methoden
sucht um Wirtschaft und Technologie in ein grosses
Ganzes einzubinden, jenseits von Fundamentalismus
und Technologiegläubigkeit braucht es Formen des
Austausches mit der Natur und den nächsten
Generationen, die langfristig für alle Beteiligten
günstig sind.
Der Zukunft des Planeten und dem neuen Verständnis
von dem, was Kultur ist, genügt friedliche Zufriedenheit
allein nicht mehr. Es braucht eine “Swingness”, die in
die Weite geht, und die an der konkreten Praxis
festgemacht werden kann.
Das ressourcive Vorgehen ist auch für die Pädagogik
der neuen Kinder und für den neuen Umgang von Selbst-
und Fremd-Beziehung ein grundlegendes Werkzeug. Wir
sprechen von “Flow-Pädagogik” oder “Ressourciver
Pädagogik”, - genauer von “Flow-Agogik” oder
“Ressourciver Agogik”, da sie alle Bereiche von
Führung und Kommunikation betrifft.
Zentrales Element für neue Formen
von Führung und Kommunikation
Flow ist ein Zentral-Element im Gedankengut der
vorliegende Webseite und für die Praxis, die sich auf
tut. Der Begriff “FLOW” wurde durch den
Psychologen Csikszentmihalyi Mihalyi in grösserem
Rahmen bekannt gemacht.
Csikszentmihalyi, Mihaly: Das Flow-Erlebnis. Jenseits
von Angst und Langeweile: im Tun aufgehen. Klett-
Cotta Stuttgart, 1996.
Csikszentmihalyi, Mihaly und Csikszentmihalyi,
Isabella S. (Hrsg.) (1995): Aussergewöhnliche
Erfahrungen im Alltag. Die Psychologie des Flow-
Erlebnisses. Klett-Cotta Stuttgart
Csikszentmihalyi versteht den Begriff psychologisch.
Es ist ein Zustand von “High” sein, der sich einstellt
bei Chirurgen, Felskletterern, bügelnden Hausfrauen
und japanischen Motorradbanden. Nach seinen
Untersuchungen kann dieser Zustand auftreten, wenn
unter anderem folgende Bedingungen erfüllt sind:
erstens muss ein gutes fachliches Können vorhanden
sein, zweitens eine Aufgabe, die
überdurchschnittlichen Einsatz verlangt sowie drittens
ein engagiertes Interesse am Tun.
FLOW - neue Verfügbarkeit von altem Können
FLOW - grundlegende Eigenschaft der Vitalität
Der ressourcive Ansatz versteht unter Flow nicht nur
einen psychologischen Zustand, sondern eine
grundlegende Eigenschaft der Vitalität. Flow ist ein
natürlicher Schwung, der Taten, Erleben und Denken
belebt und der gelenkt werden kann - achtsame
Pfiffigkeit vorausgesetzt.
Der französische Denker der kreativen Evolution, Henri
Bergson, befasste sich mit dem “élan vital”, dem
Lebens-Schwung. Der deutsche Philosoph Schopen-
hauer sprach vom “Willen”, der die ganze Welt bewegt.
Der Paläontologe Teilhard de Chardin untersuchte den
Punkt Omega, der in der Evolution der Arten so etwas
wie eine anziehende Wirkung hat.
Umgangssprachlich geht es um Phänomene des Flow,
wenn wir sagen: “im Drive sein”, “in vollem Schwung
sein” oder voll Enthusiasmus “abheben” oder ganz
einfach “beschwingt sein”. Sportler sprechen vom
“Momentum” das plötzlich in der Mannschaft zirkuliert.
Die Mundart sagt: “es fägt”, “es haut” oder “es haut hin”
oder: “es reisst einem vom Sockel”.
Simone Kermes ist eine bedeutende Barock-Sängerin
der Gegenwart. Sie findet ihre Kolleginnen langweilig
und ist begeistert von der “Magie”, die plötzlich die
ganze Zuhörerschaft im Saal ergreifen kann, sodass
man eine Nadel fallen hören könnte. Ihr Prinzip: "Man
muss es mit Saft singen!" (Spiegel, 26.08.09), dann
stünden sogar einem selbst die Haare zu Berge.